Osmia bicolor – die Meisterin der Tarnung

Osmia bicolor – die Meisterin der Tarnung
Art: Zweifarbige Schneckenhausbiene
Größe: 10–11 mm
Wie oft sieht man sie? Im Süden mäßig häufig, im Norden eher selten zu sehen.
Wo lebt sie? Sie mag es strukturreich und sonnig: Waldränder, Felshänge, Kalkwiesen und alte Weinberge sind ihr liebstes Zuhause.
Wann fliegt sie? Von Mitte März bis Mitte Juni.
Wo und wie nistet sie? Sie ist eine Einzelgängerin mit einem ganz besonderen Trick: Sie nistet ausschließlich in leeren Schneckenhäusern! Ist ein geeignetes Haus gefunden, dreht sie es, beklebt es mit grünem Pflanzenbrei aus zerkautem Laub und Speichel, legt ihre Eier hinein und verschließt alles mit einem selbst gemischten Pflanzenmörtel aus Erde, Steinchen und Pflanzenresten. Zum Schluss tarnt sie das ganze Haus noch mit Grashalmen und Kiefernadeln – ein echter Tarnhaufen! Pro Schneckenhaus legt sie 1–2 Brutzellen an und benötigt pro Brutzelle ca 4–5 Stunden. Den Winter über schläft sie als ausgewachsene Biene – im Schneckenhaus natürlich.
Auf welche Blüten ist sie angewiesen? Sie ist nicht wählerisch und besucht viele verschiedene Blüten – zum Beispiel Löwenzahn, Lungenkraut und Stachelbeere. Manchmal besucht sie auf einem einzigen Sammelflug gleich zwei oder drei verschiedene Pflanzenarten!
Wusstest du schon? Der Bau eines einzigen Nestes kann einen ganzen Tag dauern! Allein das Tarnen mit Grashalmen und Nadeln nimmt mehrere Stunden in Anspruch. Dafür ist das Nest so gut versteckt, dass es kaum jemand findet.

Lasse leere Schneckenhäuser im Garten liegen und säe kleinen Wiesenknopf an – die liebt sie zum Bauen ganz besonders!
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