Bombus terrestris – die vibrierende Superbestäuberin

Bombus terrestris – die vibrierende Superbestäuberin
Art: Dunkle Erdhummel
Größe: Arbeiterinnen 11–17 mm | Drohnen 14–17 mm
Wie oft sieht man sie? Flächendeckend verbreitet und sehr häufig – eine der bekanntesten Wildbienen Deutschlands!
Wo lebt sie? Fast überall: Wiesen, Gärten, Parks – sie meidet nur dichte Wälder. Ein echter Allrounder.
Wann fliegt sie? Die Königin startet schon ab Mitte Februar – sie zählt zu den Ersten im Jahr! Junge Weibchen und Männchen folgen ab Ende Juli.
Wo und wie nistet sie? Sie nistet am liebsten tief unter der Erde – in alten Mäusenestern oder Maulwurfsgängen, bis zu 1,5 m tief! Gelegentlich zieht sie auch unter Holzdielen oder in Mauerlöcher ein. Ihre Völker können sehr groß werden. Wer ihrem Nest zu nah kommt, merkt das schnell!
Auf welche Blüten ist sie angewiesen? Sie ist nicht wählerisch, hat aber einen kurzen Rüssel – was sie nicht erreichen kann, beißt sie einfach von der Seite auf und klaut den Nektar! Die Bisslöcher am roten Fingerhut sind ihr Markenzeichen.
Wusstest du schon? Sie kann Blüten zum Vibrieren bringen – das schüttelt den Pollen heraus, den sonst niemand erreicht! Deshalb wird sie weltweit in Millionen von Gewächshäusern eingesetzt. Gleichzeitig gilt sie heute als eine der invasivsten Tierarten der Welt, weil sie aus Gewächshäusern entkam und heimische Hummeln verdrängt.

Vergrabe einen alten Blumentopf oder eine kleine Holzkiste mit Moosfüllung – vielleicht zieht eine Königin im Frühjahr ein!
Hierfür musst du natürlich einen kleinen Eingang frei lassen und darauf achten, dass keine Sonnenstrahlen direkt in die Ersatzbehausung fallen können. Wie du Hummeln ein oberirdisches Haus als Alternative bauen kannst, wird hier erklärt.



