Anthidium manicatum – die wärmeliebende Filzerin

Anthidium manicatum – die wärmeliebende Filzerin
Art: Garten-Wollbiene
Größe: W 10–13 mm
Wie oft sieht man sie? Weit verbreitet und häufig – sogar auf Nordseeinseln! Die häufigste Wollbiene in Deutschland.
Wo lebt sie? In Gärten, Weinbergen, sonnigen Waldrändern und Bahndämmen – überall dort, wo es warm und sonnig ist.
Wann fliegt sie? Ab Mitte Juni bis Mitte Oktober – aber nur ab 16°C. Kälte mag sie gar nicht!
Wo und wie nistet sie? Sie ist eine Einzelgängerin mit Sinn für Gemütlichkeit: Ihr Nest sieht aus wie ein riesiger Wattebausch! Sie schert Pflanzenhaare – zum Beispiel vom Woll-Ziest – ab und formt daraus weiche Brutzellen in Hohlräumen aller Art: Mauerritzen, alte Balken, Eisenrohre oder Gartenschlauchverbinder. Nachts und bei Regen schläft sie draußen – festgebissen an einem Grashalm, einfach hängend. Manchmal schlafen sogar mehrere Wollbienen zusammen so!
Auf welche Blüten ist sie angewiesen? Sie besucht viele Blüten, besonders gerne Lippenblütler wie z.B. alle Ziestarten, aber auch Fingerhut und Salbei. Für eine einzige Brutzelle muss sie über 1.000 Blüten anfliegen und deren Pollen sammeln!
Wusstest du schon? Die Männchen sind echte Raufbolde! Sie patrouillieren auf einem festen Revier von etwa einem halben Quadratmeter und rammen jeden Eindringling – sogar Hummeln und Honigbienen werden dabei manchmal flugunfähig geschlagen. Bei den eigenen Artgenossen endet das Duell oft damit, dass beide zu Boden fallen. Dabei sind die Männchen sogar größer als die Weibchen – bei Wildbienen sehr ungewöhnlich!

Pflanze Woll-Ziest im Garten – dessen Pollen sammelt sie und die Pflanzenhaare benötigt sie zum Bauen. Biete ihr Hohlräume in altem Holz oder Mauerwerk an, damit sie gute Orte zur Brutablage findet!
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