Der Maulwurf

ein unsichtbarer Tunnelgräber

Viele Tiere leben mitten unter uns, doch wir bekommen sie selten oder gar nicht zu sehen - so zum Beispiel auch der Maulwurf. Meist entdecken wir nur die Spuren seiner unterirdischen Arbeit auf der Wiese: die Maulwurfshügel! Weil viele Menschen Maulwürfe als Störenfriede im gepflegten Garten ansehen, ist der kleine Tunnelgräber gefährdet. Wir erklären Dir, wie der Maulwurf lebt und wie du ihn beobachten kannst, ohne ihn zu sehen!

Wie graben Maulwürfe?

Maulwürfe haben Hände, die ein bisschen wie Schaufeln aussehen, deshalb nennt man sie Grabschaufeln. Damit buddeln sie Tunnels durch die Erde. Und das können sie richtig gut: Maulwürfe können bis zu 7 Meter pro Stunde graben! Aber natürlich bleibt beim Graben auch Erde übrig, die sie nach oben schaufeln. Diese Erdhaufen nennt man Maulwurfshügel. Neben seinen Gängen gräbt der Maulwurf auch Kammern, wie seine Nestkammer (sein Wohnzimmer), die er mit Blättern auspolstert oder seine Vorratskammer für seine Nahrung.

Warum heißt der Maulwurf Maulwurf?

Man könnte denken, dass der Name des Maulwurfs von seinem Maul kommt, das ist falsch! Der Maulwurf heißt so, weil er seine gebuddelte Erde nach oben wirft. Früher hat man Erde auch „Molte“ genannt. Im Laufe der Zeit wurde aus Moltewerfer Maulwurf. Deshalb bedeutet der Name quasi „Erdwerfer“.

Ist der Maulwurf schädlich?

Leider sind viele Menschen genervt von den vielen Maulwurfshügeln auf ihren Wiesen und halten den Maulwurf für einen Schädling. Sie haben Angst, dass Maulwürfe Wurzeln anknabbern oder ihre Salate und Karotten fressen, aber das stimmt nicht. Maulwürfe sind nämlich strikte Fleischfresser, sie ernähren sich von Würmern, Schnecken und Insektenlarven. Das heißt, der Maulwurf frisst sogar Schädlinge und lockert mit seinen Tunneln den Boden auf. Deshalb steht der Maulwurf unter Naturschutz und ist das Wildtier des Jahres 2020!

 

Kann man einen Maulwurf sehen?

Maulwürfe sind sehr scheue Tiere, die die meiste Zeit unter der Erde leben. Sie haben so viele Tasthaare an ihrer Schnauze, sodass sie kleinste Bewegungen über sich spüren, sogar die eines Regenwurms. Sich an Maulwurfshügel anzuschleichen bringt daher eher weniger. Um das Glück zu haben einen Maulwurf zu sehen, müsste man schon mehrere Stunden neben dem frischesten Hügel liegen. Beobachten kannst du einen Maulwurf aber trotzdem...

Maulwurfshügelkarte erstellen

Suche eine Wiese mit Maulwurfshügeln in deiner Nähe. Nimm ein Stück Papier mit und zeichne dir einen Plan der Maulwurfshügel die du entdeckst. Schau im Abstand von einigen Tagen immer wieder nach, welche Hügel neu dazugekommen sind und zeichne sie auf deiner Karte ein. So siehst du wo der Maulwurf fleißig war!