Die Heuschrecke

Heute dreht sich alles um die Heuschrecke!

Bald ist es wieder soweit und man hört im hohen Gras ein ganz besonderes Singen. Denn schon ab August zirpen die männlichen Zwitscherschrecken im Allgäu und läuten den Spätsommer ein! Ein guter Zeitpunkt für uns, dir ein paar spannende Informationen über Heuschrecken zu geben, denn es gibt so manches, das dich überraschen könnte...

Woran erkennt man die verschiedenen Arten?

Grob kann man Heuschrecken in Kurzfühlerschrecken und Langfühlerschrecken unterteilen. Den Unterschied erkennst du ganz einfach an der Fühlerlänge.
Heuschrecken, besonders Grashüpfer kann man auch gut anhand ihrer Farben (auffällig Grün, Braun, Rot,...) und anhand der Halsschild-Seitenkiele unterscheiden. Diese können entweder gerade, leicht gebogen oder stark gebogen sein. 

Wo findest du Heuschrecken?

Heuschrecken findest du im hohen Gras, meistens am Feldrand, Waldsaum, Brachen oder in Wiesen, die nicht gemäht werden. Darin fühlen sie sich am wohlsten und halten sich mit ihren kleinen Krallen am Grashalm fest. 

Wie kann man Heuschrecken eigentlich zählen? 

Gerade beim Kartieren wird auch erfasst, wie viele Tiere einer gewissen Art sich auf einem Gebiet aufhalten. Dafür müssen sie grob gezählt werden. Doch wie zählt man nun kleine Heuschrecken, die ganz schnell wegspringen? Man zählt die Anzahl der Tiere, welche pro Schritt wegspringen! Tatsächlich werden die Heuschrecken also pro 10 Schritte gezählt. Das wird mehrmals wiederholt an verschiedenen Stellen, damit ein representatives Ergebnis erreicht wird. Zähl doch nächstes mal auch deine Heuschrecken pro Schritt! 

Können Heuschrecken hören?

Ja, Heuschrecken haben Gehöröffnungen! Bei Kurzfühlerschrecken liegt diese Öffnung oberhalb des Sprungbein-Oberschenkels, bei den Langfühlerschrecken liegt diese Gehöröffnung am Knie der Vorderbeine... 

Wie zirpen Heuschrecken?

Das Zirpen oder auch der Gesang der Heuschrecken klappt nicht etwa durch Stimmbänder, sondern entsteht daraus, dass sie entweder ihre Flügel oder ihre Beine aneinander reiben. Der Vorgang nennt sich Stridulation. Nur die Männchen können diese Laute erzeugen, sie nutzen das Zirpen um Weibchen in der Paarungszeit zu werben.

Wie vermehren sich Heuschrecken?

Hat das Männchen erfolgreich ein Weibchen umworden und sich fortgepflanz, legt das Weibchen Eier über ihre Legeröhre in die Erde oder auch in Grashalme und Baumrinden. Daher ist es sehr wichtig, die Wiesen so lange wie möglich stehen zu lassen, damit nicht alle Eier zerstört werden und die Population so verringert wird. Anhand der Legeröhre lassen sich Männchen und Weibchen übrigens gut unterscheiden.

Wie sehen Heuschrecken aus, nachdem sie geschlüpft sind?

Heuschrecken sehen nach dem Schlüpfen aus, wie kleine Heuschrecken. Wie jetzt? Richtig gelesen! Aus den Eiern schlüpfen nicht wie bei den meisten anderen Insekten die Larven, die sich erst nach dem Puppenstadium zu erwachsenen Tieren entwickeln, sondern direkt Jungtiere, die schon wie kleine flügellose Heuschrecken aussehen und nur mehrere Häutungen durchlaufen müssen, um zu einer "fertigen" Heuschrecke zu werden. 

Was muss man beim Beobachten von Heuschrecken beachten?

Einfangen darf man sie nicht, wenn du sie auf die Hand nehmen und anschauen willst, dann achte stets darauf sie an beiden Sprungbeinden festzuhalten! Wenn du nur eins festhältst können sie dich dieses ausreißen und wegspringen. Das sollte vermieden werden!


 



Wir haben noch ein WORTSUCHFELD für dich vorbereitet - Findest du alle Heuschrecken-Wörter? Viel Spaß beim Rätseln!

Wir wünschen dir viel Spaß beim Suchen und Beobachten und vielleicht lauschst du im August mal ganz genau auf die Laute, die von den Wiesen kommen...