Blühbotschafter Praxistag am Krafftort
Frische Luft, Regen und Matsch, aber viel gute Laune und Kreativität – so lässt sich der Praxistag der diesjährigen Blühbotschafterausbildung am Krafttort in Stiefenhofen beschreiben. Mit dabei: Unsere diesjährigen Bundesfreiwilligendienstleistende, die von ihrer Erfahrung berichten.
Nach einer kurzen und herzlichen Begrüßung durch die Familie Krafft, starteten wir mit der Aufteilung in die verschiedenen Arbeitsbereiche. Zur Auswahl stand die Pflanzung von Spalier-Obstbäumen, die Begrünung des Hühnerhausdaches als Magerstandort und das Anlegen eines Kräutergartens, mit vielen heimischen Pflanzen und möglichst unterschiedlichen Blühzeiträumen. Von natürlichem Wühlmausschutz, über den Aufbau einer Dachbegrünung bis zum Anlegen eines Weges, der alle Arbeitsbereiche miteinander verbindet, konnten wir so einiges lernen.
Nach 4 Stunden Wind und Wetter und einem kurzen Zwischenbericht der Arbeitsgruppen, erwartete uns drinnen im Stall eine warme Kürbissuppe und ein leckeres Mitbringbüffet.
Aufgewärmt ging es dann voller Tatendrang in den zweiten Teil. Nachdem die Hühnerdach-Gruppe bereits eine Struktur aus Totholz, Steinen, Sand und weiteren Materialien als Unterschlupf und Lebensraum aufgebaut hatte, ging es hier bereits an die Bepflanzung. Die anderen Teilnehmenden standen jetzt vor allem vor der Herausforderung, sich unter der vor Ihnen liegenden Fläche ein strukturiertes Kräuterbeet mit vorzustellen. Es sollte magere Standorte und nährstoffreichere Zonen geben, Unterschlupf für Echsen, Wiesel und Co. und durch vielfältige Materialien und unterschiedlichen Höhenlinien vielfältig sein und zum Entdecken einladen. Nach anfänglichem Zögern entwickelten sich lauter Kleingruppen, die ein Teilstück gestalteten, die sich miteinander verbanden und ergänzten. Hier wurden alle ermutigt, Ideen einzubringen und einfach mal umzusetzen. So entwickelte sich der letzte Teil ganz organisch und schneller als wir dachten, konnte man die ersten Züge des Kräutergartens bewundern. Nach all den Vorbereitungsarbeiten und dem Schaffen der Strukturen, war das Setzen der Pflanzen wahrlich das i-Tüpfelchen.
Abschließend wanderten nochmal alle in den Stall zum gemeinsamen Ausklingen des Tages mit Kaffee und Kuchen. In der Reflexionsrunde wurden vor allem das praktische Arbeiten und die Freiräume, die Familie Krafft bei ihrer Gartengestaltung gelassen hat, geschätzt und festgestellt, dass das theoretische Wissen wunderbar in die praktischen Blühflächen umgewandelt werden konnte.
Das gemeinsame Projekt bereitete allen Beteiligten große Freude und ermöglichte es den Teilnehmenden, ihr Wissen einzubringen und gemeinsam etwas Wertvolles zu schaffen. Durch die Gestaltung der Blühflächen mit einer vielfältigen Auswahl heimischer Pflanzen konnte nicht nur die Artenvielfalt vor Ort gefördert, sondern auch das Bewusstsein für die Bedeutung von Biodiversität gestärkt werden. Da die Flächen öffentlich zugänglich sind, können zudem zahlreiche Besucherinnen und Besucher die Entwicklung der Blühflächen am Kraftort erleben und mehr über die heimischen Pflanzen erfahren.
Wir sind alle gespannt wie sich unsere gemeinsam gestaltete Fläche entwickelt und blicken mit Vorfreude auf den kommenden Sommer, wenn wir uns nochmal am Kraftort treffen.
